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Lektion 39 – Pranayama – Der Boden des Nervensystems wird bestellt
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“Jeder ist für seinen spirituellen Fortschritt und für die Methoden, die er anwendet, selbst verantwortlich. Was du mit den Informationen der FYÜ-Schriften anfängst, ist ganz alleine deine Entscheidung.“

Das steht im Einführungstext der Web-Site und soll hier noch einmal besonders hervorgehoben werden.

erörtert, die einen guten Fortschritt unter Beibehaltung von Stabilität gewährleisten sollen. Dennoch gibt es für keine der Methoden auf diesen Seiten eine Garantie. Das Risiko für die Anwendung der Übungen hast du selbst zu tragen.

Die erstaunlichen Möglichkeiten für ein höheres Funktionieren, die in jedem menschlichen 

Körper angelegt sind, stellen den Prüfstein für alle Lektionen in diesem Buch dar. Eigene Erfahrungen bilden die Grundlage für diese Lektionen. Die hier erörterten Übungen sollen entsprechend der zu beobachtenden Ursachen und Wirkungen auf eine flexible Weise unter Eigenverantwortung angewandt werden.

Packungsbeilage

Anmerkung zu den nicht genutzten Lektionsnummern

Du wirst bei den Haupt-Lektionen und bei den Tantra-Lektionen bemerken, dass gewisse Lektionsnummern nicht genutzt sind. Dafür gibt es zwei Gründe. Mit mysteriöser Numerologie haben beide nichts zu tun. Einmal gab es in dem ursprünglichen Online-Forum (Yahoo-Gruppe) keine Möglichkeit, schon veröffentlichte Beiträge zu editieren. Einen Beitrag, den man korrigieren musste, konnte man nur löschen und nach der Korrektur neu veröffentlichen. Das hieß aber, dass eine Nummer in der Reihenfolge ungenutzt blieb. Da nun unter Anwendung dieser Methode einige Korrekturen notwendig waren (besonders in den frühen Lektionen), gibt es in der Lektionsreihenfolge einige ungenutzte Nummern. Dazu gehören bei den Haupt-Lektionen die Nummern 1-9, 26, 32, 40, 61, 70, 87, 111, 278, 289-296, bei den Tantra-Lektionen T3, T6, T8, T26., T48, T49, T52-T59,

Der zweite Grund für ungenutzte Lektionsnummern betrifft Organisatorisches. Hinter ungenutzten Lektionsnummern können sich auch Beiträge verbergen, die sich nur auf administrative Fragen bezüglich des Internetauftritts beziehen, also nichts zum wirklichen Inhalt der FYÜ-Lektionen beitragen. Sie wurden für diese Web-Site also nicht übersetzt und ausgelassen 82, 123, 141, 142, 162, 211, 215. 237, 238, 245, 249, 279.

Die Lektionszählung ist die Gleiche hier bei den Online-Lektionen, im dazugehörigen Buch, im Online-Forum, auf den englischen Originalseiten und Büchern und auch in mehreren anderen Übersetzungen der Lektionen in andere Sprachen. Auch wenn also die Nummerierung der Lektionen etwas sonderbar anmutet, hat sie doch ihren Sinn. Die Nummerierung einer Lektion bleibt immer die gleiche, unabhängig in welcher Sprache du sie liest oder welche Quelle du heranziehst.

Der Guru ist in dir.

Anmerkungen zum Copyright

Alles, was vom FYÜ-Verlag, ob von Yogani oder anderen Autoren, über das Internet veröffentlicht wird, ist urheberrechtlich geschützt. Teile der Lektionen wie aller anderen Texte dürfen von jedermann zitiert, kopiert, gedruckt, verlinkt oder sonst wie kostenlos verbreitet werden. Es muss dann aber bei jeder Art von Kopie auf andere Webseiten, Newsletter, Foren oder Blogs etc. ein Link zurück auf diese Website gesetzt werden. Wiedergabe, das Downloaden oder der Ausdruck der Online-Lektionen im Ganzen oder beträchtlichem Umfang ist nicht erlaubt. Sollen die Lektionen komplett (inklusive erheblicher Zusätze) heruntergeladen werden, bediene man sich bitte des FYÜ-eBooks.

Alle hier im Shop oder von anderer Stelle heruntergeladenen eBooks und AudioBooks sind urheberrechtlich geschützt. Der Käufer erwirbt lediglich ein persönliches Nutzungsrecht. Solltest du auf einem unautorisierten Weg in den Besitz eines FYÜ-eBooks oder-Audio-Books gelangt sein, sei bitte so gut und zahle dafür, indem du dir das Material (möglicherweise verbilligt innerhalb der Bundle-Angebote) noch einmal herunterlädst. Dadurch erhältst du auch die gängigen eBook-Formate. Die Verkauf der Bücher, eBooks und Audio-Books erleichtert uns die Fortführung dieses Projektes und wir danken dir für den Beitrag, den du mit dem Kauf leistest.

Mit Fragen an Dhrishtadyumna und im Forum erklärt man sich automatisch damit einverstanden, dass diese zum Wohle aller möglicherweise einmal veröffentlicht werden dürfen (natürlich anonymisiert), wenn nicht ausdrücklich vermerkt wird, dass der Inhalt einer Zuschrift nicht veröffentlicht werden darf. Die Privatsphäre der Leser wird vollkommen respektiert und alle Kommentare sind willkommen.

Es gehört heute schon zum Allgemeinwissen, dass es gut ist, einem Freund, der sich aufregt, der wirklich aufgebracht ist, zu sagen, er solle bewusst eine Zeit lang tief aus und einatmen. Das hat immer eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem, auf das Denken und die Emotionen.

Warum? Weil es die Nerven lockert. Anspannung schnürt unsere Nerven ein und das behindert den Fluss von Bewusstsein durch uns. Langsames und tiefes Atmen lockert die Nerven, erleichtert den Fluss von Bewusstsein durch uns, und das hat den gewünschten Effekt von Entspannung.

Zu sagen, dass das Bewusstsein durch uns fließt, ist ein etwas vereinfachtes Bild. Obwohl in Wahrheit alles ein Fluss von Bewusstsein ist, wird der Sachverhalt besser mit den Worten beschrieben: „Lebenskraft“ fließt durch uns. Was ist die Lebenskraft? Es ist die erste Manifestation von Bewusstsein in der Materie. Es wird „Prana“ genannt, was so viel wie „erste Einheit“ bedeutet. Die winzigen subatomaren Energiestrings in der String- Theorie der modernen Physik, von denen man glaubt, dass sie die Bausteine von allem Existierenden im Universum sind, könnten gut mit Prana gleich zu setzen sein. Auf jeden Fall wissen wir, dass die Beeinflussung von Prana (Lebenskraft) in unserem menschlichen Körper signifikante Auswirkungen auf unser Nervensystem und unsere Erfahrungen hat.

Meditation ist ein Weg, Prana mit Hilfe des Verstandes zu beeinflussen. Der menschliche Verstand entsteht aus dem Fließen von Energie durch die Nerven unseres Gehirns. In der Meditation erlauben wir dieser Energie (Prana) mit Hilfe systematischer Methoden still zu werden. Dadurch kommen wir der zu Grunde liegenden Ursache für diese Energie näher. Wir erfahren das als reines, stilles Glückseligkeitsbewusstsein. In der Meditation ist es leicht, die Aufmerksamkeit über den Verstand und über das Prana hinaus zu erheben. Das ist eine außerordentliche, aber natürliche Fähigkeit, die wir besitzen.

Neben der Meditation gibt es noch andere Wege, das Prana so zu beeinflussen, dass die Reinigung des Nervensystems die Vereinigung unserer inneren und äußeren Natur ermöglicht. Wie erwähnt, kann die Lenkung unseres Atems einen spürbaren Effekt darauf haben, wie wir etwas erfahren. Indem wir den Atem auf besondere Weise zügeln und lenken, können wir bestimmte vorhersagbare Effekte erzielen. Das ist die Wissenschaft von „Pranayama“, was so viel wie „Beherrschung des Atems“ heißt. Wenn wir beschreiben, was wir äußerlich tun, können wir sagen, es ist eine Kontrolle des Atems. Aber zu Pranayama gehört mehr als eine physische Kontrolle des Atems. Weitere Methoden, welche die Auswirkungen des Atems vertiefen und erweitern, werden wir zur Anwendung bringen. Der Verstand ist mit einbezogen und auch der Körper, aber auf andere Weise als nur durch die Kontrolle des Atems. Zusammengenommen lösen und kultivieren diese Übungen das Nervensystem auf Wegen, die die Auswirkungen unserer Kernübung, der Meditation, stark erweitern.

Denke an dein Nervensystem als den Boden und an das reine Glückseligkeitsbewusstsein als den Samen. Wir haben den stillen Samen durch unsere regelmäßigen täglichen Meditationen erweckt. Nun wollen wir den Boden unseres Nervensystems bearbeiten, so dass die Samen reinen Glückseligkeitsbewusstseins darin wachsen können, bis sie in uns energiegeladen und kräftig sind.

Wie beeinflusst der Atem den Pranafluss im Körper? In unserem Körper besteht eine elektromagnetische Beziehung zwischen dem Atem, dem Verstand, dem Pranafluss und jedem Aspekt unseres biologischen Funktionierens. All diese Elemente sind miteinander verknüpft. Deshalb wird, wenn wir meditieren, der Atem automatisch gebändigt, und der gesamte Stoffwechsel verlangsamt sich. Während des Pranayama, wenn wir den Atem bewusst verlangsamen und ihn mit dem Geist einer bestimmten Bahn entlang führen, beeinflussen wir den Fluss des Prana. Es ist eine Art von Induktion – vergleichbar mit der Induzierung eines elektrischen Stromes in einem Draht mit einen Magneten. Wenn wir so den Atem im Zusammenspiel mit unserem Geist benutzen, sind wir in der Lage, trennscharf einen besonderen Kanal unseres Nervensystems, der eine führende Rolle in der Anhebung des Erleuchtungsniveaus spielt, zu reinigen. Dieser Kanal ist der winzige fadenähnliche Nerv, der im Innern des Rückgrats nach oben und durch das Gehirn läuft. Er wird „Sushumna“ genannt. Die Öffnung und Reinigung dieses Nervs ist es, worum es im Pranayama und anderen fortgeschrittenen Yoga-Übungen geht.

Wir beginnen nun mit einer Atemtechnik, die unmittelbar vor jeder Meditationssitzung ausgeführt werden sollte. Sobald wir uns damit wohl fühlen, wollen wir, Schritt für Schritt, neue Elemente hinzufügen, was die Wirkung unserer Übungen noch stark erweitert.

Der Guru ist in dir.

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