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Lektion T4 – Die Rückhaltemethode – Eine Himmelsleiter
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“Jeder ist für seinen spirituellen Fortschritt und für die Methoden, die er anwendet, selbst verantwortlich. Was du mit den Informationen der FYÜ-Schriften anfängst, ist ganz alleine deine Entscheidung.“

Das steht im Einführungstext der Web-Site und soll hier noch einmal besonders hervorgehoben werden.

erörtert, die einen guten Fortschritt unter Beibehaltung von Stabilität gewährleisten sollen. Dennoch gibt es für keine der Methoden auf diesen Seiten eine Garantie. Das Risiko für die Anwendung der Übungen hast du selbst zu tragen.

Die erstaunlichen Möglichkeiten für ein höheres Funktionieren, die in jedem menschlichen 

Körper angelegt sind, stellen den Prüfstein für alle Lektionen in diesem Buch dar. Eigene Erfahrungen bilden die Grundlage für diese Lektionen. Die hier erörterten Übungen sollen entsprechend der zu beobachtenden Ursachen und Wirkungen auf eine flexible Weise unter Eigenverantwortung angewandt werden.

Packungsbeilage

Anmerkung zu den nicht genutzten Lektionsnummern

Du wirst bei den Haupt-Lektionen und bei den Tantra-Lektionen bemerken, dass gewisse Lektionsnummern nicht genutzt sind. Dafür gibt es zwei Gründe. Mit mysteriöser Numerologie haben beide nichts zu tun. Einmal gab es in dem ursprünglichen Online-Forum (Yahoo-Gruppe) keine Möglichkeit, schon veröffentlichte Beiträge zu editieren. Einen Beitrag, den man korrigieren musste, konnte man nur löschen und nach der Korrektur neu veröffentlichen. Das hieß aber, dass eine Nummer in der Reihenfolge ungenutzt blieb. Da nun unter Anwendung dieser Methode einige Korrekturen notwendig waren (besonders in den frühen Lektionen), gibt es in der Lektionsreihenfolge einige ungenutzte Nummern. Dazu gehören bei den Haupt-Lektionen die Nummern 1-9, 26, 32, 40, 61, 70, 87, 111, 278, 289-296, bei den Tantra-Lektionen T3, T6, T8, T26., T48, T49, T52-T59,

Der zweite Grund für ungenutzte Lektionsnummern betrifft Organisatorisches. Hinter ungenutzten Lektionsnummern können sich auch Beiträge verbergen, die sich nur auf administrative Fragen bezüglich des Internetauftritts beziehen, also nichts zum wirklichen Inhalt der FYÜ-Lektionen beitragen. Sie wurden für diese Web-Site also nicht übersetzt und ausgelassen 82, 123, 141, 142, 162, 211, 215. 237, 238, 245, 249, 279.

Die Lektionszählung ist die Gleiche hier bei den Online-Lektionen, im dazugehörigen Buch, im Online-Forum, auf den englischen Originalseiten und Büchern und auch in mehreren anderen Übersetzungen der Lektionen in andere Sprachen. Auch wenn also die Nummerierung der Lektionen etwas sonderbar anmutet, hat sie doch ihren Sinn. Die Nummerierung einer Lektion bleibt immer die gleiche, unabhängig in welcher Sprache du sie liest oder welche Quelle du heranziehst.

Der Guru ist in dir.

Anmerkungen zum Copyright

Alles, was vom FYÜ-Verlag, ob von Yogani oder anderen Autoren, über das Internet veröffentlicht wird, ist urheberrechtlich geschützt. Teile der Lektionen wie aller anderen Texte dürfen von jedermann zitiert, kopiert, gedruckt, verlinkt oder sonst wie kostenlos verbreitet werden. Es muss dann aber bei jeder Art von Kopie auf andere Webseiten, Newsletter, Foren oder Blogs etc. ein Link zurück auf diese Website gesetzt werden. Wiedergabe, das Downloaden oder der Ausdruck der Online-Lektionen im Ganzen oder beträchtlichem Umfang ist nicht erlaubt. Sollen die Lektionen komplett (inklusive erheblicher Zusätze) heruntergeladen werden, bediene man sich bitte des FYÜ-eBooks.

Alle hier im Shop oder von anderer Stelle heruntergeladenen eBooks und AudioBooks sind urheberrechtlich geschützt. Der Käufer erwirbt lediglich ein persönliches Nutzungsrecht. Solltest du auf einem unautorisierten Weg in den Besitz eines FYÜ-eBooks oder-Audio-Books gelangt sein, sei bitte so gut und zahle dafür, indem du dir das Material (möglicherweise verbilligt innerhalb der Bundle-Angebote) noch einmal herunterlädst. Dadurch erhältst du auch die gängigen eBook-Formate. Die Verkauf der Bücher, eBooks und Audio-Books erleichtert uns die Fortführung dieses Projektes und wir danken dir für den Beitrag, den du mit dem Kauf leistest.

Mit Fragen an Dhrishtadyumna und im Forum erklärt man sich automatisch damit einverstanden, dass diese zum Wohle aller möglicherweise einmal veröffentlicht werden dürfen (natürlich anonymisiert), wenn nicht ausdrücklich vermerkt wird, dass der Inhalt einer Zuschrift nicht veröffentlicht werden darf. Die Privatsphäre der Leser wird vollkommen respektiert und alle Kommentare sind willkommen.

Wie sieht der perfekte Geschlechtsverkehr aus? Gibt es so etwas überhaupt? Das ist vergleichbar mit der Frage: „Was ist Erleuchtung?“ Vielleicht sind sie auch dasselbe. Was immer sie am Ende sein mögen, wir müssen dort anfangen, wo wir uns gerade befinden. Es gibt einen Prozess, auf den wir uns einlassen können, eine Reise. Glauben wir, dass es da noch ein Mehr gibt, können wir dort beginnen, wo wir uns gerade befinden und uns vorwärts bewegen. Ein anhaltendes Verlangen ist aber Voraussetzung für die Vollendung der Reise.

Eine sexuelle Beziehung hat so viele Facetten. Verträglichkeit ist sehr wichtig. Kommen wir miteinander aus? Sind wir zusammen „gut im Bett“? Es gibt viele Schattierungen persönlicher Vorlieben und Stile, die wir versuchen mit unserer Zuneigung in Einklang zu bringen. Bin ich attraktiv? Ist er/sie attraktiv? Ist das Flirten richtig? Ist das Vorspiel gut? Ist der Platz für den sexuellen Verkehr geeignet – das Schlafzimmer, der Keller, der Küchentisch?

In diesen Lektionen werden wir uns mit solchen Dingen nur wenig beschäftigen. Sie sind sicher wichtig. Doch worauf wir uns hier konzentrieren wollen, ist der Geschlechtsakt selbst – vor allem, welche Auswirkung die sexuelle Stimulation auf das Prana (sexuelle Energie) hat und was wir tun können, damit wir diese Stimulation zu einem Teil unserer Yoga-Übungen machen. Offensichtlich wird vieles davon klarer, wenn wir die Frage: „Was will ich vom Sex?“ beantworten. Lautet die Antwort: „Mehr als genitalen Orgasmus“, dann sind wir reif für das Experimentieren mit tantrischen Sexualmethoden.

Die Methoden sind ziemlich einfach. Es geht bei ihnen darum, wie man die sexuelle Erregung und den Orgasmus steuert. Und es geht um das Verlegen des männlichen Rohrs. Etwas sehr Alltägliches, wenn du darüber nachdenkst. Aber wir bringen so viel Gepäck mit uns ins Bett, du weißt – unsere Sexbesessenheit. Und das kann es etwas kompliziert machen. Doch es muss nicht kompliziert sein.

Wir haben Zwangsvorstellungen, starke emotionale Bindungen in Bezug auf Sex. Erinnern wir uns daran, dass wir zu einem höheren Zweck ins Bett kommen, wenn wir Sex haben, und wir wollen unser Bhakti zur Lenkung unserer sexuellen Besessenheit in Richtung dieses Zwecks nutzen. Ein bisschen Bhakti kann uns da ein ganz schönes Stück weiterbringen.

Ein wichtiger Teil dieses höheren Zwecks ist es, sich daran zu erinnern, dass es beim tantrischen Sex um die Bedürfnisse unseres Partners geht. Wenn sich das beide Partner zu Herzen nehmen, dann wird tantrischer Sex wie jeder andere Sex oder jede Beziehung ein großer Erfolg sein. Es ist wie ein buddhistischer Koan, ein unlösbares Rätsel. Wenn sich beide Partner darum bemühen, dem anderen zu dienen, wem wird dadurch geholfen? Ist man über die persönlichen Bedürfnisse hinausgekommen, wessen Bedürfnisse werden dann erfüllt?

Natürlich ist das 100%ige Dienen unseres Partners ein Ideal, ein Ziel, das schrittweise über einen langen Zeitraum hinweg erfüllt werden muss. Lass deine Aufmerksamkeit von Zeit zu Zeit locker dorthin wandern, wenn du mit sexueller Liebe beschäftigt bist. Das bewirkt schon etwas. Kommst Du mit ernsten Absichten zum tantrischen Sex, hattest du das vielleicht schon im Hinterkopf – dass es darum geht, Deinen Partner zu ehren und ihn mit göttlicher Ekstase zu erfüllen. Nimm das also als Bestätigung für das auf, was Du bereits instinktiv weißt. Beim tantrischen Sex geht es um Deinen Partner. Natürlich werden nicht immer beide Partner für den anderen gleich viel Rücksicht aufbringen. Das ist in Ordnung. Wenn man gibt, verlangt man keine Gegenleistung in gleicher Höhe. Der Liebesakt ist keine Geschäftsabwicklung. Der Liebesakt ist Liebe „machen“. Wir machen Liebe durch Geben, indem wir für jemand anderes anstatt für uns selbst etwas tun und keine Gegenleistung dafür erwarten. Das ist es, worum es bei der Liebe geht. Es geht nicht notwendigerweise um eine Verpflichtung für die gesamte Lebenszeit. Es geht nicht um die Zukunft oder die Vergangenheit. Es geht nur um das Dienen im jetzigen Augenblick.

Manchmal bedeutet Liebe-Machen auch „Nein“ zu sagen. Lieben heißt nicht, dass man sich für jeden Wunsch, den unser Partner haben mag, überschlägt, besonders, wenn es sich um einen destruktiven Wunsch handelt. Unter diesen Umständen „Nein“ zu sagen, heißt auch zu lieben. Liebe ist kein Schwächling. Liebe ist weise. Liebe ist stark. Liebe strahlt Frieden und Licht zu allen Menschen aus. Das ist ein wichtiger Bestandteil dessen, was wir im tantrischen Sex kultivieren wollen und es wird sich ganz natürlich mit unseren Fortschritten einstellen.

Dies sind also die Grundbausteine:
• Das Verständnis, dass es beim tantrischen Sex um die Kultivierung der sexuellen Energie in unserem Nervensystem nach oben geht,
• dass fortgeschrittene Yoga-Techniken für die notwendige Reinigung in unserem Nervensystem sorgen,
• dass wir nach mehr als genitalem Orgasmus aus sind und dass wir für unseren Partner da sind.

Dann wollen wir jetzt über die Rückhaltemethode sprechen.

In diesen Lektionen bezeichnen wir das männliche Geschlechtsorgan mit „Lingam“ und das weibliche mit „Yoni“. Das sind die traditionellen, im Tantra für das männliche und weibliche Zeugungsorgan verwandten Sanskrit-Ausdrücke und sie haben Bezug auf das ganze Spektrum der ekstatischen Vereinigung – von der körperlichen bis zur höchsten spirituellen.

Die Rückhaltemethode kann am einfachsten durchgeführt werden, wenn der Mann sich oben und die Frau sich unten befindet. Sobald die Partner mit den Prinzipien vertraut geworden sind, gelingt sie auch in anderen Positionen. Am schwierigsten zu meistern ist sie allerdings, wenn die Frau oben ist, wie noch ersichtlich werden wird.

Haben ein Mann und eine Frau Geschlechtsverkehr, beinhaltet die Rückhaltemethode genau das, was die Worte ausdrücken: ein Sich-Zurückhalten. Der Mann ist dafür verantwortlich. Er macht es vor seinem Orgasmus und am besten nicht zu kurz vor seinem Orgasmus. Die Idee dabei ist nicht, an den Rand es Orgasmus zu kommen und dann zurückzuhalten. Das kann dann schon zu spät sein und der Mann ist dann bis zum nächsten Mal außer Betrieb gesetzt. Zweifellos wird sich dies so manchmal ereignen. Aber das ist in Ordnung. Wir werden in den nächsten Lektionen eine andere Methode erörtern, die hilft, das zu vermeiden. Vorerst wollen wir mit der Rückhaltemethode weitermachen.

Geschlechtsverkehr ist stimulierendes Stoßen, nicht wahr? Das ist die natürliche Art des Ablaufs, bis der Mann einen Orgasmus hat. Vielleicht hat die Frau zuerst einen Orgasmus, vielleicht nicht. Aber wenn der Mann einen Orgasmus hat, ist es vorbei, zumindest für eine Weile. Er kommt vielleicht bald in einen Zustand der halben Erholung zurück, versucht dann seine Liebhaberin zu befriedigen und verliert dabei vielleicht noch mehr Samen. Sie findet möglicherweise ein bisschen Befriedigung. Doch er hat einen hohen Preis gezahlt – pranisch gesprochen. Wenn das eine lange Zeit täglich so weitergeht, werden die Fortschritte des Mannes in seiner Yoga-Praxis darunter leiden. Auch dem Fortschritt der Frau im Yoga wird dadurch kein großer Dienst erwiesen. Kommt das nur einmal die Woche oder noch weniger häufig vor, ist dies kein so großes Problem. Aber auch diejenigen, die nur gelegentlichen Sex haben, werden sehen, dass sich ihr Fortschritt im Yoga beschleunigt, wenn sie über die Methoden des tantrischen Sex Bescheid wissen.

Durch die Meisterung der Rückhaltemethode ändert man die Dynamik dieses althergekommenen Sexstils und führt eine neue Dynamik mit vielen Vorteilen ein.

Bei der Rückhaltemethode tritt der Lingam für eine Anzahl von Stößen in die Yoni ein und zieht sich dann zum Verweilen in den Bereich der Yoni-Öffnung zurück. Die Anzahl der Stöße hängt vom jeweilig Ausführenden ab, aber es wird empfohlen, dass man damit weit vor dem Orgasmus aufhört. Unter der Voraussetzung, dass es ein langer Geschlechtsverkehr werden soll, ist zu Beginn ein früheres Zurückhalten besser als ein späteres, weil anfangs das Stehvermögen bei den meisten Männern noch sehr gering ist. Befindet sich der Lingam in der Rückhalteposition, ist einiges im Gange. Erstens wird das Stehvermögen des Mannes, vor dem Orgasmus zu bleiben, gestärkt und das Stehvermögen wird zu einer höheren Ebene aufgeladen, als es vor dem vorherigen Eintritt in die Yoni der Fall war. Zweitens ist die Frau in einer Erwartungshaltung, und das ist für sie sexuell erregend. Sie weiß nicht, wann der Lingam in sie zurückkommt, und dieses Vorgefühl wird ihre Erregung steigern. Zur Erhöhung der Erwartungshaltung und Erregung der Frau kann sie der Mann mit der Spitze seines Lingam ein wenig necken, ohne seinen eigenen Orgasmus zu riskieren. Er kann in die Yoni gerade ein bisschen eindringen und dann wieder zurückziehen. Oder er kann auch die Yoni überhaupt nicht mit seinem Lingam berühren und dann ganz unvermittelt, wenn sie es am wenigsten erwartet … Gut, benutze Deine eigene Phantasie. Ein versierter Tantriker wird niemals zweimal hintereinander dasselbe Stoßmuster und Halten-in-Wartestellung anwenden. Es gibt eine Vielzahl von Wegen, das Spiel zu spielen.

Ich werde dir nicht sagen, wie du dieses Spiel spielen sollst. Wir sind auf die Prinzipien der Praktiken aus, die sich der natürlichen Fähigkeit unseres Nervensystems bedienen, um das Niveau ekstatischer Energie im Körper immer weiter anheben.

Das Wichtigste bei der Anwendung der Rückhaltemethode beim Mann ist, den Lingam rechtzeitig herauszuziehen und sich genügend Zeit zu lassen, damit er sich wieder auflädt und sein Stehvermögen erhöht. Am Anfang bedeutet dies, sich eine Zeit lang außerhalb der Yoni zu entspannen und nicht zu schnell wieder zurückzueilen, sobald der Lingam für ein paar Sekunden draußen war. Zu Beginn dreht sich beim Mann alles um die Entwicklung von Stehvermögen, und das erreicht er dadurch, dass er in der Yoni vororgasmisch stößt und wieder und immer wieder vor der Yoni pausiert. Diese Vorgehensweise kann das Spielgeschehen der sexuellen Beziehung zwischen dem Mann und der Frau sofort ausgleichen.

Jeder weiß, dass die Frau dem Mann beim Geschlechtsverkehr überlegen ist und in anderen Dingen auch. Die Natur hat sie so geschaffen, dass sie in sexuellen Beziehungen biologisch überlegen ist. Das Überleben der menschlichen Rasse hängt davon ab. Sie wird den Samen haben, was auch immer sein mag. Sie muss sich nicht einmal darum bemühen. Ihre Schönheit ruft den Samen von dem Mann in Sichtweite. Ihre Kurven, ihre Lippen, ihre Augen, alles fordert den Samen heraus.

Vor hunderten von Jahren hat der große Erneuerer des Yoga in Indien, Shankara, gesagt: „Sogar der größte Yogi kann nicht in die Augen einer schönen Frau blicken, ohne dass sein Samen zu hüpfen beginnt.“

Mit der Beherrschung der Rückhaltemethode können wir sowohl zum Vorteil des Mannes als auch zu dem der Frau die sexuelle Beziehung ausgleichen. Mit der Zeit wird das Stehvermögen des Mannes sehr groß und das schon zu Beginn eines sexuellen Stelldicheins. In seiner sexuellen Biologie zeichnet sich als Ergebnis der Anwendung der Rückhaltemethode schrittweise eine Veränderung ab. Das bringt beiden Partnern beim Sexualakt Freiheit und löst die Herausforderung der Sexualität, auf die Shankara hingewiesen hat, auf.

Machen wir mit der Rückhaltemethode Fortschritte, entdecken wir, dass wir in unseren sexuellen Beziehungen einen neuen Pfad beschreiten. Das beinhaltet längeren Sex – eine Gnade für beide, den Mann und die Frau. Aber mit der Rückhaltemethode bekommen wir viel mehr als zeitliche Länge. Wir gewinnen an Höhe und das ist der bedeutendste Lohn.

Was meinen wir mit Höhe? Wenn der Mann durch Zyklen von abwechselndem Stoßen und Rückhalten geht, klettert er eine Treppe zunehmender Ekstase hoch. Natürlich ist auch die Frau in diesem Prozess nicht träge. Sie ist auf jedem Abschnitt des Weges aktiv – sie schmeichelt ihrem Mann, wenn er in ihr ist und wird jedes Mal, wenn er vor ihrem Eingang verweilt, durch Erwartung mehr erregt. Zuerst kommt die Stimulation und dann eine Pause, mehr Stimulation und wieder eine Pause und so weiter. Mit jedem Zyklus steigert sich die Wonne. Die Essenzen von Liebe, d.h. sexueller Energie, steigen hoch und durchdringen beim Liebesakt die Körper der beiden. Zusammen erklimmen sie die Leiter der Ekstase, die aus den wiederholten Zyklen von Stimulation und Pausieren entsteht. Dies ist eine Himmelsleiter.

Die Rückhaltemethode wird auch die Methode des „Tal-Orgasmus“ genannt. Die Partner klettern eine Bergwand der Stimulation dem genitalen Orgasmus entgegen hoch. Dann, kurz bevor sie dort ankommen, pausieren sie und tauchen langsam in ein Tal des Vergnügens, dessen Niveau höher liegt als ihr Anfangsniveau. Dann tauchen sie auf und bewegen sich wieder mit Stimulation in Richtung genitalen Orgasmus, halten an, bevor sie dort ankommen, tauchen wieder hinunter in ein Tal von Wonne, das wiederum höher liegt als das vorherige. Das tun sie dann wieder und wieder und immer wieder. Die Berge und Täler liegen immer höher und höher. Am Ende sind die Liebenden durchdrungen von sexuellen Essenzen und befinden sich in einem Glückseligkeitszustand, der dem der tiefen Meditation ähnelt.

So werden Liebesbeziehungen in Yoga-Praxis verwandelt.

Dies ist ein Überblick über die Rückhaltemethode. Das ist keine Übung, die Du eine bestimmte Anzahl von Minuten zweimal am Tag machen sollst. Es ist etwas, was Du in Deinem normalen Sexualleben, wie immer das aussehen mag, anwendest. Vielleicht hast du gar nicht so viel Interesse an Sex. Dann brauchst du von dem hier auch nichts. Das ist für diejenigen gedacht, die es wirklich brauchen und soll keine Werbung für mehr Sex sein. Was wir unterstützen wollen, ist die Anwendung von mehr fortgeschrittenen Yoga-Übungen. Tantrischer Sex ist nur ein Aspekt einer wachsenden Anzahl von Hilfsmitteln, die uns zur Verfügung stehen, um damit unser Nervensystem zu höheren Erfahrungen des Göttlichen in uns öffnen und reinigen zu können.

Im Folgenden werden wir zunächst darüber sprechen, wie man den männlichen Orgasmus besser in den Griff bekommt. Es ist eher unwahrscheinlich, dass für den Mann die Kenntnis der Rückhaltemethode alleine ausreicht, den Orgasmus von Anfang an hinauszuzögern, auch wenn sein Verlangen danach groß ist. Es ist keine einfache Sache, darüber Herrschaft zu erlangen. Ein wenig spezielles Training unter eigener Regie ist dazu noch nötig.

Mehr Hilfe ist deshalb schon unterwegs.

Der Guru ist in Dir.

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